Skitourenjacken für Damen, Herren & Kinder
Eine Skitour stellt deine Skitourenausrüstung vor verschiedene Herausforderungen – vom schweißtreibenden Aufstieg über den eisigen Ausblick am Gipfel bis hin zur windigen Abfahrt. Mit der richtigen Jacke kannst du dich gegen diese Herausforderungen gut wappnen! Damit du bei all der Auswahl nicht die Orientierung verlierst, haben wir die wichtigsten Merkmale einer guten Skitourenjacke für dich zusammengefasst:
Was macht eine gute Skitourenjacke aus?
- Deine neue Skitourenjacke sollte praktisch zu verstauen sein, damit du beim Aufstieg nicht unnötig ins Schwitzen kommst.
- Am Gipfel kann es dann während der Pause ganz schön kalt werden. Eine hochqualitative und isolierende Jacke hält dich schön warm, sodass du den Ausblick ausgiebig bewundern kannst.
- Bei der Abfahrt pfeift dir der Gegenwind um die Ohren, du brauchst hier Schutz vor Wind und Nässe.
- Da es keine Skitourenjacke gibt, die all diese Ansprüche auf einmal erfüllt, heißt die Lösung: Zwiebelprinzip! Deine Skitourenjacke sollte sich also mit weiteren Lagen und Schichten ergänzen und kombinieren lassen. So kannst du dich für alle Verhältnisse rüsten.
Welche Skitourenjacke passt am besten zu mir?
Bevor du deine neue Skitourenjacke auswählst, solltest du dir folgende Fragen stellen:
- Wie intensiv und schweißtreibend wird meine Tour? Wie atmungsaktiv und kompakt soll die Jacke sein?
- Wie sehen die Wetterbedingungen aus? Wird es mild oder regnerisch?
- Wie kälte- oder wärmeempfindlich bin ich? Wird mir schnell kalt oder heiß? Wie hoch soll die Isolation der Jacke sein?
Wenn du deine persönlichen Ansprüche ermittelt hast, kannst du aus einer Fülle an Skitourenjacken wählen. Hier findest du eine Übersicht über die 3 gängigsten Modelle mit ihren Vor- und Nachteilen:
Softshelljacken – weich & flexibel
Wörtlich übersetzt bedeutet Softshell “weiche Außenhülle” und besteht aus mehreren laminierten Membranschichten. Die Eigenschaften der einzelnen Schichten variieren je nach Hersteller und Modell. Prinzipiell sind Softshelljacken besonders leicht, da sie ein geringes Eigengewicht haben – perfekt, um sie bei Nichtbedarf im Tourenrucksack zu verstauen. Dabei sind sie aber auch sehr strapazierfähig, isolierend und bieten dir viel Bewegungsfreiheit. Softshell-Jacken transportieren die Feuchtigkeit nach außen und lassen wenig Nässe eindringen. Sie sind atmungsaktiv und es gibt sowohl windabweisende als auch komplett winddichte Modelle.
Fazit: Softshell-Jacken können bei milden Temperaturen und trockenem Wetter das ganze Jahr über getragen werden. Bei niedrigeren Temperaturen solltest du aber zusätzlich ein wärmendes Fleece unter der Jacke anziehen oder stattdessen zu einer Isolationsjacke greifen. Wird das Wetter feucht oder regnerisch, ist die Softshell-Jacke keine gute Wahl, da sie nicht wasserdicht ist.
Isolationsjacken – warm & leicht
Bei großer Kälte ist die Isolationsjacke der klare Gewinner. Je nach Füllmaterial wärmt sie mehr oder weniger stark – dabei kannst du zwischen einer Daunen-, Woll- oder Kunstfaser-Füllung wählen.
- Daunenjacken geben von allen Varianten die meiste Wärme und sind die ideale Lösung für eisige Temperaturen. Für sehr schweißtreibende Aufstiege sind sie aber nicht so gut geeignet. Die hohe Isolation reduziert die Atmungsaktivität und du kannst schnell ins Schwitzen kommen. Daunenjacken sind leicht und kompakt komprimierbar, dafür aber auch etwas teurer und recht pflegeintensiv. Leider sind sie außerdem nicht wasserresistent, daher solltest du sie keinesfalls bei Regen verwenden.
- Jacken mit Kunstfaserfüllung punkten mit hoher Isolationsleistung und Atmungsaktivität. Zudem sind sie etwas günstiger und feuchtigkeitsresistent. Sie nehmen also fast keine Nässe auf und wärmen dich, auch wenn du durchgeschwitzt bist. Allerdings sind sie etwas schwerer als Daunenjacken und nicht so leicht im Gepäck zu verstauen.
- PrimaLoft® verdient als synthetisches Füllmaterial eine eigene Erwähnung, da viele wattierte Jacken eine PrimaLoft® Füllung aufweisen. Die sogenannte “künstliche Daune” besteht aus Polyester-Mikrofasern, welche die Funktionalität und Struktur von Daunen imitieren. Das Material hat eine hohe Wärmeleistung, ist gut komprimierbar, leicht und – im Gegensatz zur Daune – sehr feuchtigkeitsunempfindlich.
- Isolierjacken mit einer Wollfüllung, wie beispielsweise aus Merinowolle oder Schurwolle, sind eine natürliche Alternative zur Kunstfaserfüllung. Wolle ist antibakteriell, atmungsaktiv und wirkt sowohl temperatur- als auch feuchtigkeitsregulierend. Sie ist zudem geruchsneutralisierend, sehr widerstandsfähig und lädt sich nicht statisch auf. Nachteil ist, dass Wollfüllungen ein relativ hohes Eigengewicht aufweisen und nicht so wasserabweisend agieren wie Kunstfaser. Sie lassen sich also nicht gut verstauen und brauchen länger zum Trocknen.
Fazit: Wenn es draußen kalt wird oder du besonders kälteempfindlich bist, sind Isolationsjacken für dich die beste Wahl. Auch wenn du nur leichtes Gepäck mitnehmen willst, solltest du zu dieser Skitourenjacke greifen. Beachte allerdings, dass diese Jacken nicht wasserdicht oder besonders atmungsaktiv sind. Bei sehr nassem und kaltem Wetter kannst du Isolationsjacken auch nur als Mittelschicht verwenden und dich im Zwiebelprinzip mit einer weiteren Jacke darüber vor der Nässe schützen.
Hardshelljacken – robust und wasserfest
Hardshell-Fasern bestehen aus zwei bis drei Schichten und werden für Sport- und Funktionskleidung verwendet. Die Eigenschaften variieren auch hier je nach Materialzusammensetzung der einzelnen Membranen. Hardshell bietet neben einer guten Isolation eine besonders hohe Robustheit und Strapazierfähigkeit. Hardshell-Jacken sind absolut wind- und wasserdicht. Dadurch kann aber auch die innere Feuchtigkeit nicht so gut entweichen, was sie etwas weniger atmungsaktiv macht als Jacken aus Softshell. Oft lässt sich die Temperatur aber mit verschiedenen Hilfestellungen manuell regulieren, wie z. B. mit Belüftungsreißverschlüssen unter den Armen. Dank des geringen Packvolumens und Gewichts sind Hardshelljacken ganz gut komprimierbar. Ihr Material ist allerdings relativ steif und nicht besonders beweglich, was den Tragekomfort etwas verringert.
Fazit: Wenn das Wetter wechselhaft ist, es sehr nass und kalt wird oder du prinzipiell bei jedem Wetter draußen bist, solltest du dich mit einem Allrounder wie der Hardshell-Jacke ausstatten. Sie ist zwar etwas teurer als eine Softshell-Jacke, begleitet dich aber bei allen Witterungen.
Checkliste vor dem Kauf einer Skitourenjacke
Du hast das richtige Modell für dich gefunden? Großartig! Bevor du dich endgültig für eine bestimmte Jacke entscheidest, kannst du hier noch einmal unsere kurze Checkliste durchgehen:
- Größe: Sitzt die Jacke richtig? Gibt es genug Platz für weitere Kleidungsschichten?
- Widerstandsfähigkeit: Wie fühlt sich die Jacke an, wenn du den Rucksack darüber trägst? Bietet sie genug Schutz vor dem Rucksackgurt?
- Eigengewicht: Wie schwer ist die Jacke? Wie hoch ist der Tragekomfort?
- Packmaß: Habe ich genügend Platz dafür in meinem Lawinenrucksack?
- Lüftung: Gibt es einen Reißverschluss unter den Achseln?
- Besitzt die Skitourenjacke eine Schneefangvorrichtung (bei Einsatz im Tiefschnee)?
- Kann ich die Kapuze bis über den Helm ziehen?
- Sind die Brustinnentaschen groß genug für Skifelle?
- Hast du unter der Jacke noch Platz für eine Protektoren-Weste?
Die Skitourenjacke muss ideal sitzen, um dich optimal schützen zu können. In unserem Größenberater zur Oberbekleidung findest du alle Infos, um die richtige Konfektionsgröße wählen zu können.
Die Auswahl an Skitourenjacken ist ziemlich groß. Gut, dass du dich nicht entscheiden musst! Mit dem Zwiebellook kannst du mehrere Jacken mit unterschiedlichen Funktionen und Eigenschaften übereinander anziehen und bei Bedarf im Rucksack verstauen. Falls du weitere Schichten brauchst, sind Funktionsunterwäsche und Fleecejacken eine gute Ergänzung.
Also, worauf wartest du noch? Ab auf die Piste!
Noch mehr Ausrüstung für deine nächste Skitour findest du in unserem Online-Shop oder einer HERVIS-Filiale deiner Wahl. Ob Tourenski für Damen und Herren, Skihelme, Skitourenrucksäcke oder anderes Zubehör – wir beraten dich gerne und helfen dir, die richtige Ausstattung zu finden.
Bevor es losgeht, wirf doch noch einen Blick in den HERVIS Winterberater zu Skitouren. Dort findest du zahlreiche Tipps und Tricks für echte Bergprofis und motivierte Anfänger:innen, zum Beispiel welche Tourenski zu dir passen oder welche Sicherheitsausrüstung du brauchst. Frohes Stöbern!
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