Laufen vs. Trailrunning – weil Laufen nicht gleich Laufen ist

Lesezeit ca. 6 Minuten | Autor: Hervis Sports
Laufen ist ein richtig gutes Herz-Kreislauf-Training, stärkt außerdem die Muskulatur und hilft an sonnigen Tagen, Vitamin D zu tanken. Kurzum: Laufen ist ein toller Sport! Und dabei ist es ganz egal, wo man läuft – oder?
Nein, ist es nicht! Denn je nach Gelände erwarten dich unterschiedliche Voraussetzungen für Körper, Geist und Ausrüstung. Wenn du also von der befestigten Straße auf unbefestigtes Gelände wechseln willst, braucht das Vorbereitung. Hier erfährst du alles über den Trendsport Trailrunning und darüber, wie du erfolgreich auf Abwegen laufen kannst.
Was versteht man unter Trailrunning?

Das englische Wort “trail” bedeutet übersetzt so viel wie Pfad oder Weg. Das lässt schon ganz gut auf die Sportart schließen – denn beim Trailrunning handelt es sich um Laufen im unbefestigten Gelände. Auf Deutsch wird das Ganze daher auch Geländelauf genannt. Hier kommen Offroad-Abenteuer, herausfordernde Routen und ungezähmte Natur mit dem Laufsport zusammen, was die Trend-Sportart zur idealen Alternative zum Joggen auf Asphalt macht. Wenn du gerne läufst und dich mal so richtig an deine physischen und psychischen Grenzen bringen willst, solltest du Trailrunning unbedingt ausprobieren! Auf unbefestigten Wegen am Berg und im Tal kannst du dein inneres Kind mal so richtig rauslassen und wie früher übermütig von Stein zu Stein springen.
Vorteile vom Trailrunning
Das Laufen in ungleichmäßigem Gelände ist nicht nur für den Körper eine Herausforderung, sondern auch für den Kopf. Trailrunning hat nachweislich positive Effekte auf die Konzentration, da du während dem Laufen pausenlos abschätzen musst, ob der nächste Schritt auch auf stabilen Untergrund gesetzt wird. Eine Win-Win-Situation für Körper und Geist also.
Das Training auf erdigem Untergrund hat außerdem den Vorteil, dass der gesamte Bewegungsapparat trainiert wird. Dein Gleichgewichtssinn wird ebenso auf die Probe gestellt wie dein Gefühl für Geschwindigkeit und Koordination. Außerdem hat Trailrunning aufgrund des unbefestigten Geländes, in dem du unterwegs bist, einen ganz anderen Erlebnis-Charakter als der herkömmliche Straßenlauf.
Vorteile vom Straßenlauf

Doch auch das “normale” Laufen auf Straßen und befestigten Wegen hat natürlich seine Vorteile. Hier lässt sich hervorragend die Ausdauer trainieren und Ehrgeiz sowie Disziplin werden auf die Probe gestellt. Es geht darum, zunehmend weitere Strecken in immer kürzerer Zeit zurückzulegen. Dank gleichmäßigem Untergrund werden stets dieselben Muskelgruppen in Beinen und Rumpf beansprucht, wodurch du bei diesen recht rasch eine Stärkung bemerken wirst. Außerdem kannst du, im Gegensatz zum Trailrunning, auf befestigten Straßen auch mal die Gedanken schweifen lassen (ohne dabei deine Umgebung und eventuellen Verkehr aus den Augen zu lassen, natürlich). Die gleichmäßigen Bewegungsabläufe während der körperlichen Anstrengung werden von vielen Läufern und Läuferinnen als angenehm und fast schon meditativ empfunden. Das macht Joggen auf der Straße perfekt für alle, die nach einem anstrengenden Arbeitstag ihren Kopf “auslüften” wollen.
Wie starte ich mit Trailrunning?

Wenn es dir jetzt so richtig in den Beinen kribbelt, einen Offroad-Lauf auszuprobieren, sei dir bewusst: Du wirst auf dem Trail nicht sofort dieselben Ergebnisse erzielen, wie auf der Straße. Egal, wie fit und erfahren du im Laufen auf befestigtem Untergrund bist – setz deine Erwartungen an dich selbst erstmal niedriger an, wenn du mit Trailrunning startest. Denn: Das Laufen auf unebenem und wechselndem Untergrund, über Anhöhen etc. ist technisch anspruchsvoller und auch für den Geist anstrengender. Stecke dir daher beim Einstieg keine Distanz- oder Geschwindigkeitsziele, sondern fokussiere dich zuerst auf eine gewisse Laufdauer. Wenn es dir zwischendurch zu anstrengend wird, geh ruhig erstmal ein Stück. Pushe dich nicht zu früh zu sehr, sonst riskierst du Verletzungen durch Überlastung. Und: Unbedingt auf die richtige Ausrüstung achten!
Welche Ausrüstung brauche ich für Trailrunning?
Je nachdem, ob du auf befestigtem Gelände oder über Stock und Stein läufst, solltest du auf die jeweils passende Ausrüstung achten. Denn vor allem die Schuhe müssen, abhängig vom Untergrund, ganz andere Voraussetzungen erfüllen. So kannst du Verletzungen vorbeugen und nutzt das Material außerdem nicht wegen falschem Einsatz übermäßig ab.
Die Besonderheiten von Trailrunning-Schuhen

Einfach mit einem klassischen Laufschuh auf unbefestigten Trails starten? Keine gute Idee. Denn während ein Straßen-Laufschuh vor allem darauf ausgelegt ist, deine Gelenke durch möglichst optimale Dämpfung zu schützen, werden an einen Schuh für den Lauf im Gelände noch ganz andere Anforderungen gestellt. Ein Trailrunningschuh verfügt über ein gröberes Profil, mithilfe dessen du auf verschiedenen Untergründen – von Steinen bis Matsch – guten Halt hast. Darüber hinaus sind bei fast allen Modellen Spitze und Ferse verstärkt, um dich vor Stößen zu schützen. Ebenso stellt sich die Frage, ob du dich für wasserfeste Trailrunning-Schuhe entscheidest oder nicht. Der Vorteil: In den Bergen und im freien Gelände können dich die eine oder andere Regenwolke oder ein Bach schon einmal überraschen, und mit wasserfesten Modellen bleiben deine Füße dabei trocken. Allerdings sind solche Laufschuhe oft etwas schwerer und steifer – daher am besten beide Optionen im Store anprobieren und sehen, welche du angenehmer findest.
Weitere Trailrunning-Ausrüstung
Mit den richtigen Schuhen hast du schon mal viel gewonnen. Doch vergiss nicht, dass auch dein restliches Material auf die geänderten Voraussetzungen beim Offroad-Lauf abgestimmt sein sollte! Eine wasserfeste Laufjacke schützt dich zum Beispiel vor plötzlichen Wolkenbrüchen im Gelände. Außerdem macht es Sinn, beim Lauf durch den Wald auf Kleidung in Signalfarben wie Gelb oder Orange zu setzen. Eine Sportuhr mit Kartenfunktion hilft dir bei der Orientierung und dabei, in der “freien Wildbahn” nicht verloren zu gehen. Wer auch später am Tag unterwegs sein möchte, ist außerdem mit einer Stirnlampe gut beraten – besonders im Wald, wo es aufgrund der vielen Bäume schneller dunkel wird. In einem praktischen Trailrunning-Rucksack lassen sich Handy, Kopfhörer, Handtuch und Trinkflasche ruckzuck verstauen, und du bist für alle Eventualitäten ausgerüstet. Wer Offroad-Bergläufe absolvieren will, kann außerdem über die Anschaffung von Stöcken nachdenken. Diese geben Halt auf unbefestigtem und rutschigem Untergrund – sowohl bergauf als auch bergab. Und, zu guter Letzt aber besonders wichtig: Stelle sicher, dass du immer ein Erste Hilfe-Set dabei hast, um kleine Verletzungen schnell versorgen zu können. Gerade abseits befestigter Wege ist es besonders wichtig, dass du dir im Fall der Fälle selbst helfen kannst.
Ob Anfänger:in, Gelegenheitsläufer:in oder Profi – bei HERVIS findest du ein großes Angebot an Laufausrüstung für alle Anforderungen. Komm in einer unserer HERVIS-Filialen vorbei und lass dich von den Profis vor Ort beraten, damit sich dein Trailrun anfühlt wie ein Lauf über (Gewitter)Wolken – nur extremer. Wir freuen uns auf dich!
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