Alles in Balance: Die ultimative Slacklining-Anleitung

Lesezeit ca. 8 Minuten | Autor: Hervis Sports
Beim Slackline-Training werden nicht nur Sehnen, Gelenke und Muskeln gestärkt und stabilisiert, auch Schmerzen und Haltungsprobleme werden reduziert und die Konzentration gesteigert. Ganz nebenbei macht Slacklinen Spaß, sieht cool aus und sorgt für ein unterhaltsames Training im Grünen. Wenn das deine Neugier geweckt hat, und du Lust hast, etwas Neues auszuprobieren und dich auf die Slackline zu wagen, findest du in diesem Artikel alle wichtigen Informationen und Tipps, um die Trendsportart für dich zu entdecken.
Wie funktioniert Slacklining?
Slackline bedeutet im Englischen so viel wie lockeres, schlaffes Band. Es handelt sich dabei um ein Kunstfaserband mit einer Breite von 25 bis 50 mm, das meistens im Freien zwischen zwei Bäumen gespannt wird und als eine Mischung zwischen Zirkus-Drahtseil und Trampolin genutzt wird. Im Gegensatz zu einem klassischen Drahtseil ist das Band viel lockerer gespannt und wackelt bzw. zittert deshalb wesentlich mehr. Beim Slacklinen geht man zunächst über das gespannte Band, was um ein Vielfaches einfacher aussieht, als es ist. Mit zunehmender Erfahrung kann man dann verschiedene Tricks lernen: Saltos, Drehungen, Rückwärtsgehen – es gibt unzählige Möglichkeiten. Richtige Profis spannen ihre Slacklines auch in großen Höhen oder über Wasser.

Tipps für Slackline-Anfänger:innen
Wenn du dein Slackline-Abenteuer beginnen möchtest, dich das Ganze aber noch etwas einschüchtert, kannst du folgende Tipps befolgen, um dich langsam und entspannt an deinen neuen Lieblingssport heranzuwagen:
- Eine Slackline-Breite von 3 bis 4 cm ist ideal – breitere Slacklines bieten zwar mehr Fläche, um den Fuß aufzusetzen, haben aber die Tendenz in eine Richtung zur Seite zu kippen.
- 50 cm über dem Boden ist eine gute Höhe für Anfänger:innen.
- 3 bis 5 Meter Länge sind am Anfang genug, so wackelt die Line weniger.
- Die Arme ausgestreckt auf oder über Schulterhöhe zu halten, kann beim Balancieren helfen.
- Zuerst nur mit einem Bein auf die Slackline steigen und das andere zum Ausbalancieren nutzen.
- Beide Beine trainieren, um Muskeln ausgeglichen zu beanspruchen und die Balance auf beiden Seiten zu fördern.
- Am Anfang kann man sich auch von einem Slackline-Buddy helfen lassen, um sich sicherer zu fühlen und ein Gefühl für die Line zu bekommen.
- Eine aufrechte Kopfhaltung hilft beim Balancieren.
- Den Blick auf das Ende der Line und nicht auf die Füße richten.
- Die Füße genau entlang der Line aufsetzen, eine schräge Fußhaltung vermeiden.
- Knie leicht beugen, so entwickelst du ein besseres Gefühl für die richtige Haltung.
- Zuerst lernen, das Gleichgewicht zu halten, dann probieren weiter und weiter zu gehen.
- Verschiedene Positionen austesten – tiefer in die Knie gehen, Beine mehr strecken, Armhaltung variieren.
- Am Anfang kann man barfuß mehr Gefühl für die Line entwickeln und so die Balance besser halten. Wenn der Boden unter der Line aber scharfkantige Steine oder andere Verletzungspotentiale aufweist, ist es trotzdem besser, sich mit Schuhen an den Sport heranzuwagen.
Jetzt gibt’s nur noch eins: Rauf auf die Slackline, nicht zu viel nachdenken und üben, üben, üben! Und wenn dann der erste Muskelkater einsetzt, helfen dir unsere Massage-Geräte bei der Regeneration.
Was trainiert man mit einer Slackline?
Slacklining hat viele Vorteile, die sich besonders Skifahrer:innen, Kletterer:innen und andere Sportler:innen, die viel Wert auf Balance legen, zunutze machen. Aber Achtung, neben dem Gleichgewichtstraining werden auch verschiedene Muskelgruppen, Gelenke und Sehnen beansprucht und gestärkt. Hier eine Übersicht über die positiven Trainingseffekte von Slacklining:
- gesteigerte Balance und damit geringere Sturzgefahr
- größere Sprungkraft
- stärkere tiefliegende Muskeln im Rumpf und rund um die Wirbelsäule
- trainierte Bauch-, Bein-, Gesäß- und Rückenmuskeln
- stabilere Knie- und Fußgelenke
- höhere Konzentration und besseres räumliches Bewusstsein
Auch für die Rehabilitation nach Verletzungen wird Slacklining häufig eingesetzt, da es eine korrekte, aufrechte Position der Wirbelsäule fördert und für größere Gelenkinstabilität sorgt. Ein Training für Körper und Geist also, das für alle Altersgruppen zu empfehlen ist.
Wie trainiert man auf der Slackline?
Am Anfang empfiehlt es sich, zuerst das einbeinige Stehen auf der Slackline zu üben und die Grenzen seines Gleichgewichts langsam zu erweitern. Danach kann man sich auf das kontrollierte und gezielte Überqueren der Line konzentrieren. Wenn man sich schließlich richtig sicher fühlt, kann man jede Menge Tricks lernen, von Sprüngen über Saltos und Spagate. Außerdem kann man die Slackline auch in Kraftroutinen einbauen: Slackline-Squat-Walks, erhöhte Liegestützen auf der Slackline oder Bench Dips, bei denen man sich auf der Line abstützt, eignen sich besonders gut.
Wo kann man eine Slackline befestigen?
Idealerweise befestigt man die Slackline an Bäumen mit einem Durchmesser von über 30 cm, die man mit einem Baumschutz schützt, um die Rinde nicht zu beschädigen – entsprechende Baumschutz-Kissen sind fixer Bestandteil unserer Slackline-Sets . Wenn gerade keine Bäume zur Verfügung stehen und du einen fixen Ort hast, an dem du regelmäßig trainieren darfst und möchtest, sind permanente Slackline-Pfosten eine gute Option. Für absolut unabhängigen Slackline-Spaß, für den es weder Bäume noch permanente Pfosten braucht, sind Slackline-Gestelle entwickelt worden, die du Indoor und Outdoor nutzen kannst.

Welche anderen Möglichkeiten gibt es, die Balance zu trainieren?
Slacklining ist nichts für dich oder du suchst nach Abwechslung? Keine Sorge, es gibt noch eine ganze Reihe anderer Möglichkeiten, um seine Balance zu verbessern und vergleichbaren Trainingseffekten zu profitieren. Sportarten wie Yoga, Pilates, Surfen, Stand-up-Paddling und Skaten fordern das Gleichgewicht besonders. Es gibt auch eine Vielfalt an Trainingsgeräten, die durch Unebenheiten und einen generellen Wackel-Effekt den Gleichgewichtssinn fördern: Gymnastikbälle, Therapiekreisel, Balance-Domes, Balance-Kissen, Core-Boards und Balance-Boards. Eine Auswahl von Balance-Geräten findest du in unserer Kategorie zu Fitness-Zubehör im Onlineshop.
Egal ob du dich für ein Training auf der Slackline oder mit anderen Balance-Tools entscheidest, du tust Körper und Geist damit definitiv etwas Gutes. Und nachdem du dir unsere ultimative Slackline-Anleitung durchgelesen hast, bist du perfekt darauf vorbereitet, dich einer neuen sportlichen Herausforderung zu stellen – also ab in den Park, rauf auf die Slackline und rein in ein neues Sport-Abenteuer!
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