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Mit oder ohne Stützrädern: Kindern Fahrradfahren beibringen

Kindern Fahrradfahren beibringen

Lesezeit ca. 7 Minuten | Autor: Hervis Sports

Wer erinnert sich noch an das pure Gefühl der Freiheit, als die ersten Meter alleine auf dem Fahrrad geglückt sind? Radfahren lernen viele schon im Kindesalter – und das ist auch gut so. Es fördert den Muskelaufbau, trainiert das Gehirn und schärft die Sinne. Zu Beginn wird rein zum Spaß und der Bewegung wegen in die Pedale getreten. Kurze Zeit später wird schon der Schulweg mit dem Fahrrad bestritten. Mit dem Radfahren lernen wir den Kleinsten eine Fähigkeit, die sie später als Sportart, aber auch als Transportmittel von A nach B durch das ganze Leben begleiten kann. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit dem Üben anzufangen? Und sind Stützräder tatsächlich noch der richtige Ansatz, um Radfahren zu lernen? All das erfährst du hier!

Kann man Kinder auf das Radfahren vorbereiten?

Besonders in den letzten Jahren wird kaum ein Spaziergang verbracht, ohne auf ein Kind mit Laufrad zu stoßen. Aber ist die Fortbewegung mit dem Trend-Rad überhaupt förderlich für das tatsächliche Radfahren und welche Rolle spielen Stützräder?

Laufrad: Trend oder tatsächlich sinnvoll? 

Um ein Gefühl für das Radfahren zu bekommen, ist das Üben mit dem Laufrad die perfekte Einstiegslösung, weil es den tatsächlichen Bewegungen beim Radfahren sehr nahekommt. Durch das einfache Konzept – Laufen, um voranzukommen – beherrschen die Kleinen das Herumflitzen auch ganz schön schnell. Ein Laufrad bringt nicht nur Spaß, sondern schult auch die Balance, die zum Radfahren später benötigt wird. In der Unterscheidung zum richtigen Radfahren fehlt nur noch der Umgang mit den Pedalen sowie sicheres Auf- und Absteigen.

Die Sache mit den Stützrädern

Ob Fahrradfahren lernen mit Stützrädern sinnvoll ist, wird häufig infrage gestellt. Und doch haben wahrscheinlich die meisten Radfahrer früher genau so angefangen. Per se sind Stützräder nicht schlecht. Das Kind kann sich dadurch mit dem Fahrrad vertraut machen und benötigt kaum Hilfe beim Losstarten. Den Lernprozess für das richtige Radfahren verbessert das Üben mit Stützrädern allerdings nicht, da der Gleichgewichtssinn kaum geschult wird. Er ist allerdings die wichtigste Komponente, um das Radfahren zu lernen. 

Fazit zur Vorbereitung

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Üben mit dem Laufrad am besten auf das Radfahren vorbereitet. Verwendest du eine Kombination aus Laufrad und Stützrädern, kann damit gezielt zuerst der Gleichgewichtssinn trainiert werden und mit den Stützrädern das Treten mit den Pedalen. Wie sinnvoll eine Herangehensweise ist, hängt ganz davon ab, wie dein Kind sich dabei fühlt.

Wann ist das richtige Alter zum Radfahren lernen? 

das richtige Alter zum Radfahren lernen

Der perfekte Zeitpunkt, um dann das Radfahren zu lernen, ist natürlich von Kind zu Kind unterschiedlich. Wichtig ist, dass der Fahrrad-Neuling das Fahren auch tatsächlich lernen möchte und Spaß daran hat. Die Größe von einem Meter sollte für das erste eigene Fahrrad allerdings schon erreicht sein. Ab da hat der Sprössling seine motorischen Fähigkeiten bereits so weit entwickelt, dass das Erlernen des Radfahrens auch sinnvoll ist.

Auch das Fahrrad braucht Vorbereitung

Bei der Größe eines Kinderfahrrads kann man sich zwar nach Körpergröße im Verhältnis zur Rahmengröße richten, am leichtesten wird das passende Rad aber durch Ausprobieren gefunden. Ist der Sattel ganz nach unten geschraubt und sind die Füße am Boden, dürfen die Beine nicht zu stark gebeugt sein. Ansonsten muss zur nächsten Größe gewechselt werden. Ausführliche Tipps, wie du die perfekte Fahrradgröße findest, erfährst du in einem eigenen Berater zum Thema.

Um das Fahrrad für die ersten Versuche richtig einzustellen, wird der Sattel so weit nach unten geschraubt, bis beide Fußballen den Boden berühren. Wichtig ist, dass das Kind sicher in seiner Startposition steht, damit es keine Angst vor dem Lostreten hat. Ist die Motorik bereits sicherer, kann der Sattel weiter nach oben wandern, sodass nur noch die Fußspitzen den Boden berühren.

Um Verletzungen vorzubeugen, wird natürlich nur mit Fahrradhelm gefahren. Lass dein Kind seinen Helm am besten selbst aussuchen, damit es ihn auch gerne trägt. Wichtig ist auch, dass du mit gutem Beispiel vorangehst und selbst einen Helm trägst. Bei Kleidung und Schnürsenkeln sollte aufgepasst werden, dass sich nichts im Fahrrad verheddern kann. 

Welche Orte eignen sich zum Radfahren üben?

Mit dem passenden Kinderfahrrad geht es dann ans Eingemachte. Wurde auf dem Laufrad bereits viel geflitzt, darf die Aufsicht zu Beginn nicht unterschätzt werden, denn auf dem Fahrrad sind Kinder nochmal schneller unterwegs. Der perfekte Ort zum Üben ist flach und nicht von Autos befahren. Am besten eignet sich fester und ebener Untergrund. Sogenannte Radmotorikparks bieten die besten Voraussetzungen, um das Radfahren zu üben. Um sich an das Rad zu gewöhnen, kann es zu Beginn wie ein Laufrad verwendet werden, indem mit Schwung gerollt wird und die Beine am Boden mitlaufen. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten, damit sich dein Kind nicht an den Pedalen verletzt.

Die ersten Meter mit dem Fahrrad

Am Anfang läufst du mit deinem Kind mit und stützt es am Rücken. Sprich dabei mit deinem Kind, damit es merkt, dass jemand da ist und nicht durch Nachschauen abgelenkt wird oder Angst bekommt. Wenn das Treten klappt, kann die Hand immer wieder vorsichtig mal weggenommen werden. Dabei einfach weitersprechen, um das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln und sich langsam ans alleine Fahren heranzutasten. Bei geringem Tempo hilft oft auch ein bisschen anzuschieben, da es bei langsamem Fahren schwieriger ist, das Gleichgewicht zu halten. 

Starten

starten

Zum Losfahren kann sich ein Anfänger mit Schwung vom Boden abstoßen oder wird angestoßen. Das ist für Kinder zu Beginn meist leichter, als durch Lostreten zu starten. Fällt dir auf, dass deinem Kind das Treten doch lieber ist, kann geholfen werden, indem du die Pedale in ihrer Position vorbereitest. Dafür setzt du ein Pedal so, dass ein Fuß aufliegt, der dann direkt lostreten kann, während das andere Bein noch sicher den Boden zum Abstoßen berührt. 

Bremsen

Damit das Bremsen richtig funktioniert, kannst du prüfen, ob dein Kind es auch schafft, sie ohne viel Kraftaufwand bis ganz an den Lenker zu drücken. Sollte dies nicht der Fall sein, kannst du sie näher an den Lenker schrauben. Zeig deinem Kind vor dem Losfahren, wie Vorder- und Hinterradbremse funktionieren. Fährt dein Kind bereits alleine, kann immer wieder mal zum Bremsen aufgerufen werden, um das sichere Stehenbleiben zu üben.

Straßenverkehr

Hat dein Kind das Radfahren erfolgreich gelernt, heißt das noch nicht, dass das Fahren im Straßenverkehr klappt. Viele Ablenkungen und Einflüsse wie Haltevorschriften oder Fußgänger erschweren das Radeln für Anfänger. Geübt werden kann das mithilfe von Parcours, die sich ganz einfach mit Straßenkreide aufmalen lassen. Dort können Situationen wie Halten und Abbiegen oder auch Fußgänger, die über die Straße möchten, nachgestellt werden. 

Selbstständiges Radfahren

Um alleine mit dem Fahrrad zur Schule fahren zu können, muss ein Kind (laut Gesetz) das 9. Lebensjahr erreicht haben und den Fahrradführerschein besitzen. Einige Volksschulen bieten diesen in der 4. Klasse an. Ist das nicht der Fall, kann ein Fahrradführerschein auch auf Antrag bei der Polizei absolviert werden. Im Rahmen des Führerscheins werden Straßenregeln geübt sowie wichtige Themen zur Sicherheit im Verkehr gelehrt. Das Fahren ohne Fahrradführerschein ist ab dem 12. Lebensjahr erlaubt.

Wie du das richtige Fahrrad für ein Kind findest, erfährst in einem gesonderten Blogbeitrag. Ist das Radfahren mal gelernt, findest du auch eine Packliste für die Radtour mit Kind in unserem Hervis Blog. Wir wünschen viel Erfolg und natürlich viel Spaß beim Üben!

 

HAFTUNGSAUSSCHLUSS:

Diese Tipps und Infos haben wir nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Wir bitten jedoch um Verständnis, dass wir eine Haftung dafür nicht übernehmen können.

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