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Die richtige Gehtechnik für Skitouren

Richtig Skitourengehen

Skitourengehen hat sich im Laufe der Zeit zu einer der beliebtesten Wintersportarten entwickelt. Die Gründe dafür sind vielfältig: Einerseits ist es ein effektives Ganzkörpertraining, da der gesamte Bewegungsapparat beansprucht wird. Andererseits ist es die individuelle Freiheit: Während du beim Skifahren auf präparierte Pisten oder beim Langlaufen auf vorbereitete Loipen angewiesen bist, kannst du beim Skitourengehen einfach loslegen. Voraussetzungen sind neben der optimalen Ausrüstung und einem gewisses Maß an Erfahrung die richtige Gehtechnik, die mit unseren 4 Tipps schnell erlernt ist.

HERVIS-Profi-Tipp: Im folgenden Video gibt dir Skibergsteiger Jakob Hermann einen Vorgeschmack

Tipp#1: Gleiten in jedem Gelände

Vor allem bei längeren Skitouren ist eine gute Einteilung der Kräfte sinnvoll. Daher solltest beim Gehen beachten, dass du die Beine nicht anhebst, sondern dahin schlurfst. Dabei ist das Gewicht auf dem Standbein und das entlastete Bein wird in einem Stück nach vorne geschoben. Gleichzeitig solltest du in etwa hüftbreit gehen. Sind die Tourenski zu eng beieinander, kann es zu Reibung zwischen den Knien, Skischuhen oder Skiern kommen. Das führt im Fall des Falles nicht nur zu schmerzhaften Druckstellen, sondern auch zum Verlust des Gleichgewichts.

Tipp#2: Körpergewicht optimal verteilen

Beim Tourengehen kommt es vor, dass du mehrere Neigungen des Hanges durchlaufen musst. Während du im flachen Gelände fast Langlauf-artig gleiten kannst und große Schritte machst, werden diese bei steilen Stücken kleiner. Bei einer Hangneigung von etwa 25 Grad kommt sogenannte Steighilfe zum Einsatz. Damit eine rhythmische Bewegung möglich wird, musst du stets mittig über dem Ski stehen. Idealerweise wird dabei die gesamte Fußsohle belastet. Die Steighilfe stellst du am besten so ein, dass du auch im steilen Gelände “normal” weitergleiten kannst. Vor allem als Anfänger fühlt sich das nicht richtig an und man lehnt sich nach vorne. Das hat zur Folge, dass das Gewicht ungleich verteilt ist und man schnell wegrutschen kann. Mit ein wenig Übung und optimal eingestellter Steighilfe hat man aber schon nach wenigen Malen den Dreh raus.

Tipp #3: Übe die Spitzkehren-Technik

Viele Menschen schätzen beim Skitourengehen, dass man sich selbst immer neue Limits setzen kann. Je höher man hinaus möchte, desto steiler wird es. Aus diesem Grund ist notwendig, dass man sich für besonders steiles Gelände wappnet. Ab einer Hangneigung von etwa 35 Grad kommst du mit normalem Gleiten nicht mehr weiter – hier kommt die Spitzkehre zum Einsatz. Dabei geht man den Hang nicht mehr in der direkten Linie hinauf, sondern im Zick-Zack. Für diese Technik brauchst du die Spitzkehre. Dabei gehst du idealerweise folgendermaßen vor:

Spitzkehre Skitour

Schritt 1: Stelle dich sicher hin 

Je nachdem, ob bereits eine Spur vorhanden ist oder nicht, musst du für einen sicheren Stand sorgen. Willst du am Weg nach oben den Stand wechseln, trittst du, wenn nötig etwas Platz aus und stabilisierst deinen Körper mit den Tourenskistöcken.

Schritt 2: Verlagere das Gewicht auf den Talski

Nun stehst du parallel zum Hang und verlagerst das Gewicht auf den Ski, der näher am Tal ist. Dadurch verhinderst du Wegrutschen. Im Anschluss drehst du deinen Oberkörper zum Hang hin. Danach stützt du dich auf beiden Stöcken ab und hebst den anderen Ski, der näher am Berg ist, an.

Schritt 3: Stelle den Bergski um

An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die beiden Schuhe möglichst nahe beieinander sein sollten. Das erhöht die Stabilität. Jetzt drehst du den Bergski einfach um 180 Grad. Richtig ausgeführt, steht dieser danach wieder parallel zum Hang.

Schritt 4: Stöcke korrekt justieren

Damit du deinen Oberkörper möglichst natürlich in die neue Richtung drehst, hilfst du am besten mit einem Stock nach. Einen steckst du fest talaufwärts, den anderen fest talabwärts. Auf Letzteren stützt du dich ab, damit du sicher stehst.

Schritt 5: Verlagere das Gewicht auf den anderen Ski

Damit du weitergehen kannst, muss der zweite Ski nachgezogen werden. Das bedeutet, dass du das Gewicht auf den Talski verlagerst. Um Wegrutschen zu vermeiden, sollte dieser wieder möglichst parallel zum Hang stehen.

Schritt 6: Hole den zweiten Ski nach oben

Wenn du bisher alles richtig gemacht hast, kannst du ganz bequem den zweiten Ski nachziehen. Am einfachsten geht das, wenn du die Ferse des zweiten Skis zum Hintern hebst und auf diese Weise die bisher vorhandene Grätschstellung auflöst. Gehe dabei behutsam vor, sodass sich die Skispitze nicht im Schnee vergräbt. In diesem Fall müsstest du den letzten Schritt wiederholen. Am Ende stehen beide Ski parallel zum Hang und du kannst dich schon für die nächste Spitzkehre bereitmachen.

Damit du die Technik wirklich beherrschst und sie theoretisch jederzeit anwenden kannst, ist regelmäßige Übung unerlässlich. Für Anfänger empfiehlt sich, die Spitzkehre im flachen Gelände zu testen, damit die Bewegungen flüssiger werden und du sicherer wirst.

Tipp #4: Verwende die Stöcke richtig

verwende die Stöcke richtig

Wie beim Skifahren oder Langlaufen spielen auch beim Skitourengehen die Stöcke eine zentrale Rolle. Sowohl im flachen als auch im steilen Gelände sind sie ein wichtiger Stabilisierungsfaktor. Außerdem entlastet die richtig durchgeführte Armarbeit die Beine, was vor allem für längere Touren sehr nützlich ist. Beim Skitourengehen werden die Stöcke gegenläufig zu den Skiern verwendet – also rechter Ski und linker Stock sowie linker Ski und rechter Stock. Das erhöht die Stabilität und führt zu einem sicheren Schritt. Stichwort Sicherheit: Greife – wenn du im Gelände bist – den Stock nur um den Griff an und nicht durch die Schlaufe. Im Falle einer Lawine könntest du in diesem Fall nach unten gezogen werden. Wenn die Schlaufen fixiert sind, kannst du sie im Notfall womöglich nicht schnell genug loswerden.

HERVIS-Profi-Tipp: In unserem Skitourenstock-Ratgeber erfährst du noch mehr zu diesem Thema. In unserem Größenberater findest du zudem eine Anleitung zur perfekten Länge deines Tourenskistocks.

Was muss ich sonst noch beachten?

Neben der idealen Gehtechnik ist die Vertrautheit mit den örtlichen Gegebenheiten zentral. Kein Berg ist gleich und alpines Gelände birgt viele Risiken. Vor allem auf schnelle Wetterveränderungen gilt es bestmöglich zu reagieren –  hier kommt die richtige Skitourenbekleidung ins Spiel. Selbst, wenn das Wetter zauberhaft erscheint, gehört eine Lawinenausrüstung bei jeder Tour ein zur Pflichtausrüstung. Die Handhabe der LVS-Geräte solltest du auch immer wieder üben, damit du sie im Ernstfall schnell und zielgerichtet einsetzen kannst. Wenn du deine Tour früh morgens oder spät abends planst, packst du am besten eine funktionsfähige Stirnlampe ein, die dir den Weg leuchtet.

Vor allem für Anfänger gilt, dass du bei den ersten Skitouren-Gehversuchen nicht allein unterwegs sein solltest. Am besten suchst du dir einen erfahrenen Profi, der dir mit Rat und Tat zur Seite steht. Außerdem macht bekanntlich alles mehr Spaß, ist man zu zweit oder in der Gruppe unterwegs. Zum Abschluss weisen wir dich noch auf unsere Berater zum perfekten Skitourenski, den passenden Skitourenschuhe, der richtigen Skitourenbindung und dem idealen Skitourenrucksack. Dort findest du wertvolle Informationen, die dir das wunderschöne Skitourengehen noch näher bringen. Nun kannst du dich entspannt und top vorbereitet auf den Berg wagen und die Schönheit der Natur genießen!

HAFTUNGSAUSSCHLUSS:

Diese Tipps und Infos haben wir nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Wir bitten jedoch um Verständnis, dass wir eine Haftung dafür nicht übernehmen können.

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